Und wieder zog ein Jährlein ins Land seit dem letzten Textbeitrag. Muss an den Netzsperren und Vorratsdatenspeichern gelegen haben, die gehirnlich arg zerzauste Zensursulaner webwärts installiert sehen möchten. Aber Philos Deploys, die Fachmänner für Langzeit-EKG, Kurzzeitgedächtnis, Sperrmittelberäumung und Überwachungsstaat, ficht digital- bis realpolitischer Unfug nicht an, sodass wir frohen Mutes verkünden: Ein paar Mal werden wir noch wach, heißa, dann ist Album-Tag! Jawoll ja!
Unser neues Klangwerk (im Old-School-Label-Sprech wohl Minialbum genannt) wird auf den Namen “Zeitkrank” hören und selbstverständlich online releast. Fünf Liedgüter werden feilgeboten, als da wären “Apokalypse”, “Im Kampf um Selbst”, “Unter Feinden”, “Noch mehr Tod ist unterm Wald” sowie “Zeitkrank”.
Pathetiker, Melancholiker, Choleriker, Suizidler, Nietzschianer und andere Tanzbebeinte dürfen sich auf fünf im guten alten Strophe-Refrain-Strophe-Refain-Stil gehaltene Dark-Electro-Gassenhauer freuen, denen in den nächsten Wochen noch die abschließende Klangveredlung zuteil wird.
Will heißen, wir gehen aller Voraussicht nach zeitkrank in den Frühsommer, vielleicht nicht unbedingt “herzenthirnt im Narrenkleid”, aber vielleicht ja “gebettet pur auf Purpur-Moos”. Bis dahin, werte Philos.ophen.
PS & zwei Philos zum Gruße: Philos Deploys, die Fachmänner für Fruchtwasseranalyse und Matrizenduplikation, grüßen Jungphilos Matteo (*14.10.) und wünschen ein wuchtig’ Musikerleben.
So, verehrte Hörerschaft, die letzte Wortmeldung unsrerseits liegt ein knappes Jährlein zurück. Magere Informationspolitik das, ganz recht. Asche aufs Haupt gibt’s trotzdem nicht, denn das stünde ausschließlich jenem Pack gut zu Gesicht, das dank Gier, Koks und Jahrhundertfirlefanz wie Kreditderivaten und AAA-Ratings Milliarden und Abermilliarden verzockte.
Jenem Pack also, das von seinen in Parlamenten und Staatskanzleien ansässigen Geschwistern im Geiste wieder aufs güldene Standbein verholfen wird, auf dass die große Geldmaschine, geschmiert allerorten, auch in Zukunft funktioniere. Wahrscheinlich benötigt es tatsächlich Koryphäen wie Tyler Durden, die dem kapitalbestimmten Status quo den Garaus machen!
Und nicht nur diesem, sondern gleich auch den senilen Altkadern rund um Herrn Gottes-Stellvertreter-auf-Erden, die es tatsächlich fertigbringen, gestandene Revisionisten zu rehabilitieren.
Ähm ja, Idiotie allenthalben; da tröstet selbst “Where is my mind” kaum noch.
Egal, wir bleiben tapfer. Weshalb Philos Deploys, die Fachkräfte für Banker-Bashing und Papst-Paralyse, für Anarchie-Prophetie und Zeitmanagement, sich denn auch zu einer kleinen Ankündigung hinreißen lassen: Wenn alles so läuft, wie wir uns das vorstellen, werden wir im Herbst oder Winter dieses Jahres unser zweites Album präsentieren. Kann auch etwas später werden.
Dass Nummer zwei aber kommt, steht fest. Hipp, hipp!
Während, wie üblich, Manager, die beim morgendlichen Einsteigen in ihre hochmotorisierte Dienstsänfte bereits soviel verdient haben wie Otto-Normal-Philos in einem Monat, frohgemut ihr Salärchen am Fiskus vorbeischleusen; während im Privatfernsehen Prominenzrelikte unter Menschenwürde und ähnlichem Lug hindurchtauchen und schwerstautistische Möchtegern-Sternchen dem Quotenwahn erliegen; während Onkel Sams Häuslebauer am Weltfinanzgerüst rütteln und betrogne Blender, wahlkämpfend, Abermillionen für Freundschaften und eine bessere Welt ausgeben; während Gas-selige Rotgardisten König und Kaiser installieren und jubelnden Leibeignen Brot versprechen; nun, während all dies geschieht, arbeiten Philos Deploys, die Fachmänner für Sozialkritik, Pauschalurteil und Kommasetzung, an neuem Liedgut.
Und wie, liebe Gemeinde, ob der obigen Ausführungen nicht anders zu erwarten stand, heißen die beiden gegenwärtig im Entstehen begriffenen und mit dreistelliger Schlagzahl durchs Hörorgan polternden Songs “Zeitkrank” und “Im Kampf um Selbst”. Zeit und Kampf is’ schließlich immer.
Gut Ding, liebe Gemeinde, wollte Weile haben. Doch endlich hat’s sich ausgeweilt – das kleine, feine “Seismograph”-Demo ist vergriffen, weshalb es ab sofort und gründlich digitalisiert zum vollständigen Download (ZIP, 75,61 MB) bereitsteht: 9 Songs, 8 Zwischenspiele plus Ausklang, 1 Bonus-Remix sowie das zugehörige PDF-Booklet – wohl bekomm’s.
Das Ganze ist lizenziert unter Creative Commons, und wer nicht gern den Philos im Sack lädt, der kann sich drüben im Klangwerk die Songs auch einzeln zu Gemüte führen.
Wir wünschen viel Spaß beim Hören, und wer sich gar noch gut oder von uns aus auch schlecht unterhalten fühlt, der fühle sich ebenso berufen und teile uns Meinungen, Eindrücke und Gründe mit.
PS & ein Philos zum Gruße: Philos Deploys, die Fachmänner für Vaterschaft und Onkeltum, grüßen Jungphilos Leopold (*6.10.) und wünschen ein ansehnlich’ Musikerleben.
So, liebe Untergründler, bis zum Komplett-Download des verehrten “Seismographen“ dauert’s noch etwas; bis dahin empfehlen Philos Deploys, die Fachkräfte für Schwangerschaftsberatung und Hochkultur, einige andere schmackhafte Dinge.
Da wäre einerseits die vierte Ausgabe des Abditus Vultus Fanzine, in der Sportsunfreund Hades den Chefredakteur und Layouter mimt und die auf stattlichen 72 Seiten durch den metallisch-rockigen-satirischen Untergrund flaniert. Viel Spaß beim Lesen.
Andererseits pflegt Hades sein Faible fürs Lyrische und hat unter www.hades-lyrics.de ein Hörbuch veröffentlicht, das 15 von ihm gesprochene Gedichte (u.a. Trakl, Nietzsche, Heym, Baudelaire, eigene Texte) enthält. Der musikalische Rahmen ist international und reicht von Klassik über Pop bis hin zu Klang-Collagen.
Und das Beste ist: Das gesamte Klanggut, das den klangbegüterten Namen “In handgeschnitzter Nächte Wehe” trägt, gibt’s inklusive ausführlichem PDF-Booklet zum Creative-Commons-lizenzierten und damit kostenlosen Download (ZIP, 88.62 MB). Viel Spaß beim Hören.
Und schließlicherseits arbeiten die Marschphilosophen eures Vertrauens an neuem Liedwerk, das den Arbeitstitel “Triton” trägt und einen feinen Melodiefaktor mit sich bringen dürfte. Viel Spaß beim Entgegenfiebern.
Was lange währt, wird gut. Und so haben Philos Deploys, die Spezialisten für pinke Panther und Valentinstage, die Cover-Version vom 7ieben-Klassiker “Graue Katze” fertig gestellt.
Das gute Stück gibt es in voller, dunkelelektronischer Schönheit und umbetitelt zu “Am Rand der Nacht” hier zum kostenlos Download (192 kb/s; ca. 6,55 MB). Und wer sich hernach noch unverstanden fühlt, der scheue sich nicht, mal wieder die haarige Muschi oder den rasierten Liebling in den Arm zu nehmen.
Genaue Tipps zur Vorgehensweise entnehme man bitte dem “Seismographen“ (demnächst als CC-Komplett-Download) oder der Online-Chirurgie der geschätzten Kollegen von 7ieben. Waidmanns Dank.