In Zeiten, in denen die Enkel der ersten Demokraten deutsche Milliarden monieren, in Zeiten, in denen Rating-Agenturen ans Finanzgerüst von Demokratien urinieren, in Zeiten, in denen demokratische Präsidenten Pressefreiheit interpretieren, in Zeiten, in denen braune Enthirnte durch die Döner-Demokratie marodieren, ja, in diesen Zeiten präsentieren Philos Deploys, die Fachkräfte für Hedgefonds, Scherbengerichte und Verben mit “ieren”, die 2012er-Version ihres frühestphilosphischen “Leidens”-Werkes:

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Generic: Lüsterne Leiden (2012)

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Der Dark-Electro-Untergrund treibt, Nietzsche olé, schwarze und also wohlfeile Blüten. Den Beweis liefert beigefügtes Fotovideo, das unserem Dark-Electro-Großod "Unter Feinden" und seiner Gothic-beladnen Sinneinheit "Nachtgewandet unter Feinden" gebührenden Ausdruck verleiht. Also sprach Philos: Thx to Zephalgie.

Philos Deploys Zeitkrank Dark Electro Free MP3 Download“Lade, lade Gratis-Strecke, dass zum Zwecke Traffic fließe und, mit digitalem Schwalle, Dark Electro sich ergieße.” So oder so ähnlich schrub dereinst Übernerd Goethe und lieferte uns quasi die Steilvorlage fürs Jubelfest.

Denn Philos Deploys, die Fachkräfte für Trochäen, Gratis-Kultur und klassische Balladen, verkünden stolz: Unser zweites Magnus Opum, das Mini-Album “Zeitkrank”, steht ab sofort zum kostenlosen Download bereit. Den geneigten Philos-Jünger erwarten fünf rassige Dark-Electro-Schönheiten, die in 20 elektronisch-rasanten, lyrisch-verschlüsselten, melodiös-kurzweiligen Minuten eine – kleiner ging’s nicht – Interpretation des Menschseins liefern.

Lizenziert unter Creative Commons (BY, NC, ND), klangveredelt von unserem geschätzten Toningenieur Christian Rinck, gepackt ins MP3-Format und ausgestattet mit einem PDF-Booklet, erhaltet ihr diese kleine, feine Dark-Electro-EP unter folgendem Link:

» Direktdownload “Zeitkrank”-EP (ZIP, ca. 38 MB)

Natürlich stehen alle Songs und Lyrics der “Zeitkrank”-EP auch nebenan im Klangwerk zur Einzelbegutachtung zur Verfügung. Und vielleicht fühlt sich ja wieder der eine oder die andere berufen, uns beispielsweise per E-Mail Feedback zu geben – vorzugsweise Lob, aber auch Schimpf wäre erlaubt.

Doch nun: Wohl bekomm’s, werte Gemeinde.

Und wieder zog ein Jährlein ins Land seit dem letzten Textbeitrag. Muss an den Netzsperren und Vorratsdatenspeichern gelegen haben, die gehirnlich arg zerzauste Zensursulaner webwärts installiert sehen möchten. Aber Philos Deploys, die Fachmänner für Langzeit-EKG, Kurzzeitgedächtnis, Sperrmittelberäumung und Überwachungsstaat, ficht digital- bis realpolitischer Unfug nicht an, sodass wir frohen Mutes verkünden: Ein paar Mal werden wir noch wach, heißa, dann ist Album-Tag! Jawoll ja!

Unser neues Klangwerk (im Old-School-Label-Sprech wohl Mini-Album und gern auch EP genannt) wird auf den Namen “Zeitkrank” hören und selbstverständlich online releast. Fünf Liedgüter werden feilgeboten, als da wären “Apokalypse”, “Im Kampf um Selbst”, “Unter Feinden”, “Noch mehr Tod ist unterm Wald” sowie “Zeitkrank”.

Pathetiker, Melancholiker, Choleriker, Suizidler, Nietzschianer und andere Tanzbebeinte dürfen sich auf fünf im guten alten Strophe-Refrain-Strophe-Refain-Stil gehaltene Dark-Electro-Gassenhauer freuen, denen in den nächsten Wochen noch die abschließende Klangveredlung zuteil wird.

Will heißen, wir gehen aller Voraussicht nach zeitkrank in den Frühsommer, vielleicht nicht unbedingt “herzenthirnt im Narrenkleid”, aber vielleicht ja “gebettet pur auf Purpur-Moos”. Bis dahin, werte Philos.ophen.

PS & zwei Philos zum Gruße: Philos Deploys, die Fachmänner für Fruchtwasseranalyse und Matrizenduplikation, grüßen Jungphilos Matteo (*14.10.) und wünschen ein wuchtig’ Musikerleben.

Nummer 2 lebt!

03.02.09

So, verehrte Hörerschaft, die letzte Wortmeldung unsrerseits liegt ein knappes Jährlein zurück. Magere Informationspolitik das, ganz recht. Asche aufs Haupt gibt’s trotzdem nicht, denn das stünde ausschließlich jenem Pack gut zu Gesicht, das dank Gier, Koks und Jahrhundertfirlefanz wie Kreditderivaten und AAA-Ratings Milliarden und Abermilliarden verzockte.

Jenem Pack also, das von seinen in Parlamenten und Staatskanzleien ansässigen Geschwistern im Geiste wieder aufs güldene Standbein verholfen wird, auf dass die große Geldmaschine, geschmiert allerorten, auch in Zukunft funktioniere. Wahrscheinlich benötigt es tatsächlich Koryphäen wie Tyler Durden, die dem kapitalbestimmten Status quo den Garaus machen!

Und nicht nur diesem, sondern gleich auch den senilen Altkadern rund um Herrn Gottes-Stellvertreter-auf-Erden, die es tatsächlich fertigbringen, gestandene Revisionisten zu rehabilitieren.

Ähm ja, Idiotie allenthalben; da tröstet selbst “Where is my mind” kaum noch.

Egal, wir bleiben tapfer. Weshalb Philos Deploys, die Fachkräfte für Banker-Bashing und Papst-Paralyse, für Anarchie-Prophetie und Zeitmanagement, sich denn auch zu einer kleinen Ankündigung hinreißen lassen: Wenn alles so läuft, wie wir uns das vorstellen, werden wir im Herbst oder Winter dieses Jahres unser zweites Album präsentieren. Kann auch etwas später werden.

Dass Nummer zwei aber kommt, steht fest. Hipp, hipp!

Während, wie üblich, Manager, die beim morgendlichen Einsteigen in ihre hochmotorisierte Dienstsänfte bereits soviel verdient haben wie Otto-Normal-Philos in einem Monat, frohgemut ihr Salärchen am Fiskus vorbeischleusen; während im Privatfernsehen Prominenzrelikte unter Menschenwürde und ähnlichem Lug hindurchtauchen und schwerstautistische Möchtegern-Sternchen dem Quotenwahn erliegen; während Onkel Sams Häuslebauer am Weltfinanzgerüst rütteln und betrogne Blender, wahlkämpfend, Abermillionen für Freundschaften und eine bessere Welt ausgeben; während Gas-selige Rotgardisten König und Kaiser installieren und jubelnden Leibeignen Brot versprechen; nun, während all dies geschieht, arbeiten Philos Deploys, die Fachmänner für Sozialkritik, Pauschalurteil und Kommasetzung, an neuem Liedgut.

Und wie, liebe Gemeinde, ob der obigen Ausführungen nicht anders zu erwarten stand, heißen die beiden gegenwärtig im Entstehen begriffenen und mit dreistelliger Schlagzahl durchs Hörorgan polternden Songs “Zeitkrank” und “Im Kampf um Selbst”. Zeit und Kampf is’ schließlich immer.