Irgendwas is’ ja immer

03.03.08

Während, wie üblich, Manager, die beim morgendlichen Einsteigen in ihre hochmotorisierte Dienstsänfte bereits soviel verdient haben wie Otto-Normal-Philos in einem Monat, frohgemut ihr Salärchen am Fiskus vorbeischleusen; während im Privatfernsehen Prominenzrelikte unter Menschenwürde und ähnlichem Lug hindurchtauchen und schwerstautistische Möchtegern-Sternchen dem Quotenwahn erliegen; während Onkel Sams Häuslebauer am Weltfinanzgerüst rütteln und betrogne Blender, wahlkämpfend, Abermillionen für Freundschaften und eine bessere Welt ausgeben; während Gas-selige Rotgardisten König und Kaiser installieren und jubelnden Leibeignen Brot versprechen; nun, während all dies geschieht, arbeiten Philos Deploys, die Fachmänner für Sozialkritik, Pauschalurteil und Kommasetzung, an neuem Liedgut.

Und wie, liebe Gemeinde, ob der obigen Ausführungen nicht anders zu erwarten stand, heißen die beiden gegenwärtig im Entstehen begriffenen und mit dreistelliger Schlagzahl durchs Hörorgan polternden Songs “Zeitkrank” und “Im Kampf um Selbst”. Zeit und Kampf is’ schließlich immer.