Unter Feinden

02.08.10

Dort der Galgen, hier die Stricke
Und des Henkers roter Bart,
Volk herum und gift‘ge Blicke –
Nichts ist neu dran meiner Art!

Nennt mich Schöpfer eurer Endzeit,
meine Kunst kann nie vergehen.
Nachtgewandet unter Feinden
werdet ihr mich kämpfen sehen.

Nennt mich Schöpfer eurer Endzeit,
meine Kunst kann nie vergehen.
Nachtgewandet unter Feinden
werde ich euch sterben sehen.

Kenne dies aus hundert Gängen,
Schrei‘s euch lachend ins Gesicht:
“Unnütz, unnütz, mich zu hängen!
Sterben? Sterben kann ich nicht!”

Bettler ihr! Denn euch zum Neide
Ward mir, was ihr – nie erwerbt:
Zwar ich leide, zwar ich leide –
Aber ihr – ihr sterbt, ihr sterbt!

Auch nach hundert Todesgängen
Bin ich Atem, Dunst und Licht –
“Unnütz, unnütz mich zu hängen!
Sterben? Sterben kann ich nicht!”

Lyrics from “Unter Feinden” are based on the same-named poem by Friedrich Nietzsche (*1844 †1900).

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Dieser Song ist der Teil der Dark-Electro-EP "Zeitkrank" (2010)

» Weitere Informationen zum Album in der Rubrik Klangwerk

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